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  • Antifa heißt free Palestine

    Antifa heißt free Palestine

    Nicht erst seit Beginn des Genozids in Gaza ist der Leipziger Stadtteil Connewitz von Antideutschen geprägt. In den letzten zwei Jahren hat deren rassistische Gewalt jedoch neue Ausmaße angenommen. Eine Kundgebung, die auf diesen Umstand aufmerksam machen möchte, wird diffamiert – auch durch Gliederungen der Linkspartei und der Linksjugend.

    Ein vor etwas mehr als einem Jahr in den sozialen Medien kursierendes Video zeigt einen dieser Angriffe: Eine Gruppe schwarz vermummter Menschen griff auf offener Straße und bei helllichtem Tage Mitglieder der Gruppe „Students for Palestine Leipzig“ an. Diese machten mit einem Infostand auf den andauernden Genozid in Palästina aufmerksam. Dabei wurden mehrere Studierende verletzt.

    Bei diesem Angriff handelt es sich jedoch offensichtlich um keinen Einzelfall: Letzten Monat griffen Antideutsche eine Gruppe Menschen an, die teilweise Kufiyas trugen. Dabei setzten sie auch gefährliche Gegenstände wie ein schweres Fahrradschloss ein, das bei einer schwerbehinderten Person eine Gehirnerschütterung verursachte.

    „Es dürfte nun offensichtlich geworden sein, dass es kein friedliches Nebeneinander mit diesen Apologeten des BRD-Imperialismus geben kann.“

    Lotta Antifascista

    Angesichts dieser erschütternden Fälle zionistischer Gewalt ruft ein Bündnis, bestehend aus der palästinensischen Gruppe „Handala Leipzig“, der Connewitzer Antifa-Gruppe „Lotta Antifascista“ und den bereits erwähnten „Students for Palestine Leipzig“, zu einer Kundgebung im Herzen Connewitz‘ unter dem Motto „Antifa heißt free Palestine“ auf.

    Dies gefällt den Angreifer:innen sowie ihren ideologischen Geistesgeschwistern offenbar wenig: Unter dem Motto „Antifa heißt Kampf gegen jeden Antisemitismus“ rufen die Landes- bzw. Bundesarbeitsgemeinschaft „Shalom“ in der Linkspartei, der PdL1-Bezirksverband im Leipziger Süden sowie eine der beiden Leipziger Basisgruppen der Linksjugend zur Gegendemonstration auf. Eine Erklärung, welche der beteiligten Gruppen „autoritär” und „antisemitisch” sein sollen, bleiben die Kämpfer:innen der Staatsräson jedoch schuldig.

    Es erscheint skurril, dass sich im selben Absatz, in dem die palästinasolidarischen Demonstrant:innen als rechts diffamiert und sogar mit den neonazistischen Angreifer:innen auf Connewitz von vor ca. zehn Jahren gleichgesetzt werden, mit Juliane Nagel solidarisiert wird. Sie ist Landtagsabgeordnete und griff noch vor drei Jahren einen palästinensischen Geflüchteten an, weil dieser eine Karte seines Heimatlandes zeigte.


    Nun werben auch Berliner Gruppen wie „Berlin vs. Amazon“ dafür, am 17.01. die ca. zweieinhalbstündige Fahrt mit der Regionalbahn nach Leipzig auf sich zu nehmen, um ein eindeutiges Zeichen gegen die Diffamierung der Palästinasolidarität und die zionistische Gewalt im Leipziger Kiez zu setzen – und um klarzumachen, dass eine vermeintlich antifaschistische Haltung, die den westlichen Imperialismus nicht nur nicht angreift, sondern aktiv bekräftigt, hinfällig ist.

    1. Partei die Linke ↩︎